Kooperation & Konkurrenz
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Teilprojekt 4: Das EUREKA-Projekt. Europäische Forschungs- und Technologiepolitik zwischen Kooperation und Konkurrenz (ca. 1980-1992)

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Wirsching

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Annemone Christians

„Nach dem Boom“ und im Kontext der Wirtschaftskrise von 1979 bis Mitte der 1980er Jahre entstand in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft eine prolongierte Krisenwahrnehmung. Teil dieser Krisenwahrnehmung war das lebhafte Empfinden, technologisch uneinholbar in Rückstand zu geraten gegenüber der traditionellen US-amerikanischen Übermacht und der dynamischen Herausforderung aus Japan. Dem Faktor Technologie wurde eine Schlüsselfunktion innerhalb eines sich verschärfenden globalen Konkurrenzkampfes zugesprochen. Um die forschungspolitische Kooperation in Europa zu fördern, wurde Anfang der 1980er Jahre das intergouvernementale EUREKA-Programm initiiert: EUREKA sollte als Netzwerk Unternehmen und Forschungsinstitute verknüpfen und zur Zusammenarbeit anregen.

Das Projekt analysiert die drei größten Teilnehmerländer Frankreich, Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien: Wie verfestigten sich welche kooperativen und kompetitiven Strukturen und wie wurden sie zum handlungsleitenden Bezugssystem für die verschiedenen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Akteure der EUREKA-Projekte?

Zugleich wird die Geschichte der intergouvernementalen europäischen Zusammenarbeit und damit die Vorgeschichte der gegenwärtigen europäischen Forschungspolitik untersucht. Konkrete Untersuchungsfelder sind die Life Science Technologies, die Lasertechnik sowie erste Forschungen zum selbstfahrenden Automobil. Phänomene der europäischen Technologie-Kooperation und die damit einhergehende Produktion praktischen Wissens innerhalb der kompetitiven politischen und ökonomischen Machtbeziehungen werden analysiert und historisiert.

 

FoundingofEUREKA

Die Gründung von Eureka, Quelle: wikimedia